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Description:Superbauten - Schloss Neuschwanstein Es mag kultur- und baugeschichtlich nicht die Wichtigste unter den "Superbauten"
sein, die das ZDF in seiner dreiteiligen "Terra X"-Reihe präsentiert. Doch von
allen ist sie die Aufregendste, was Ideen und Schicksal des Bauherrn betrifft.
König Ludwig II. von Bayern (1845 bis 1886) verwirklichte in diesem Bau die
Wunschträume seiner Fantasie, die sicher irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn
anzusiedeln ist. Dass Schloss Neuschwanstein nicht nur...Es mag kultur- und baugeschichtlich nicht die Wichtigste unter den "Superbauten"
sein, die das ZDF in seiner dreiteiligen "Terra X"-Reihe präsentiert. Doch von
allen ist sie die Aufregendste, was Ideen und Schicksal des Bauherrn betrifft.
König Ludwig II. von Bayern (1845 bis 1886) verwirklichte in diesem Bau die
Wunschträume seiner Fantasie, die sicher irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn
anzusiedeln ist. Dass Schloss Neuschwanstein nicht nur zu Ludwigs Lebzeiten
unvollendet blieb, macht die Faszination des "Märchenschlosses" aus dem 19.
Jahrhundert bis heute aus.
Die Schulden, in die Ludwig das Königreich Bayern durch seine Märchenschlösser
stürzte, führten nicht zuletzt dazu, dass man ihn schliesslich für wahnsinnig
erklärte und entmündigen wollte. Am 12. Juni 1886, morgens um vier, wurde er von
"seinem" Neuschwanstein nach Schloss Berg am Starnberger See gebracht. Am Abend
des 13. Juni brach er mit seinem Leibarzt von Gudden zu einem Spaziergang im
dortigen Schlosspark auf, Stunden später fand man im See seine Leiche.
Bereits 1868 hatte der König in einem Brief an Richard Wagner seine
Vorstellungen für die neue Burg "Hohenschwangau", das heutige Neuschwanstein,
niedergeschrieben. 1869 wurde der Grundstein gelegt, der grosse Saalbau war 1884
fertig.
Für den Bau des Schlosses wurden auf einem Gipfel bis zu acht Meter Gestein mit
Dynamit abgesprengt. Beim Bau selbst bediente man sich modernster Mittel. Das
Mauerwerk aus Ziegeln wurde mit hellem Kalkstein nur verkleidet. Überhaupt lagen
Schein und Wirklichkeit nahe beieinander. Gips und Pappe hielten für die
fantastischen Innenausstattungen her, der Thronsaal wird durch eine gigantische
Stahlkonstruktion getragen.
Mit dem Tod des Märchenkönigs blieb der Bau letztlich unvollendet. Aber auch die
"abgespeckte Version" zieht seit der Öffnung für das Publikum (nur wenige Wochen
nach Ludwigs Tod) bis heute alljährlich Millionen Besucher aus allen
Himmelsrichtungen an. Keine Frage, dass hier auch der die Dokumentation
präsentierende "Fremdenführer" Sebastian Koch aus ganzem Herzen schwelgen kann:
Schauspiel (Oper) und Baukunst sind hier aufs Engste miteinander verwoben. Der
Einsatz der Digitaleffekte scheint schliesslich geradezu dafür gemacht, um die
nicht verwirklichten Pläne Ludwigs anschaulich zu zeigen.
moreless
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Added by: TinkiWinki